1 a - Lokalbewertungen für ganz Österreich

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Mein Drehtag für w-24 Hat's G'schmeckt? (News)

Thema: Kulinarische Themen

In der W24 Sendung „Hat‘G’schmeckt präsentiert Florian Holzer kulinarische Highlights und Hot-Spots bzw. vereinzelt auch Geheimtipps aus der Wiener Gastronomieszene.

Die Regeln kurz erklärt: Pro Sendung werden 3 Gäste eingeladen. Jeder Gast erhält die Möglichkeit sein Lieblingslokal vorzustellen. Im Vorfeld verpflichtet sich der Gast das favorisierte Lokal der beiden anderen Gäste zu testen. Zielsetzung ist: ein lockeres Gespräch in gemütlicher Runde, der Austausch von unterschiedlichen Meinungen und kulinarischen Bewertungen zu den einzelnen Lokalen.

Die Bewerbung:

Nach erfolgreicher Bewerbung erhielt ich ein Telefonat und anschließend auch noch eine schriftliche Verständigung, mit allen Details und Regeln zur Sendung. Darin enthalten waren unter anderem folgende wichtige Informationen: Datum, Uhrzeit und Drehort, sowie die Adressen der beiden anderen Lokale, welche ich testen sollte. Außerdem gab es noch den Hinweis, dass mir pro Lokal 70 €ersetzt werden, sofern ich die Rechnung mit Angabe der Mehrwertsteuer zum Drehtag mitbringe.

Mein Drehtag in der Ottakringer Brauerei:

Bereits von weitem konnte man den Brauprozess erschnüffeln, nicht unbedingt ein sehr appetitanregender Wegweiser, zur Ottakringer Brauerei. Am Hopfenboden im 2.Stock war das W24-Studio aufgebaut. Kameramänner, Tontechniker, Regisseur, Beleuchter und Maskenbildnerin waren bereits anwesend. Es gab ein erstes Vorgespräch mit dem Regisseur und wir Gäste hatten die Gelegenheit uns ein wenig kennenzulernen. In der Zwischenzeit kam auch der Journalist und Moderator Florian Holzer dazu. Er begrüßte alle Gäste sehr höflich und beantwortete offene Fragen.

Witziges Detail am Rande: Florian Holzer kam ganz legier in kurzen Hosen und T-Shirt zu Sendung. Für die Aufzeichnungen wurde ihm lediglich noch ein elegantes Hemd sowie Sakko hergerichtet.

Während unseres Gesprächs erkundigte ich mich, inwieweit berechtigte Lokalkritik erlaubt bzw. erwünscht sei. Mir war nämlich aufgefallen, dass noch in keiner einzigen Sendung auch nur die kleinste Kritik von den Gästen gekommen war. Ich äußerte meinen Verdacht, dass dies möglicherweise rausgeschnitten wurde.

Florian Holzer versicherte mir und auch den anderen Kandidaten, dass es leider noch niemals vorgekommen sei, dass Gäste sich auch nur etwas kritischer über ein Lokal geäußert hätten „alle wären immer so enthusiasmiert gewesen“.  Selbstverständlich würden auch kritische Kommentare sehr willkommen sein und garantiert nicht rausgeschnitten werden. Nach diesen Worten kündigte ich meine Absicht an, mich über ein Lokal etwas kritischer äußern zu wollen, was Florian Holzer sehr begrüßte.

Danach kam die sehr freundliche Maskenbildnerin, mit ihren Utensilien, und bat jeden Gast nacheinander zu sich. Irgendwann war auch ich dran mir meine dunklen Augenränder und andere Unzulänglichkeiten mit diversen Cremen und Puder mittels eines Schwämmchens bzw. Pinselchens wegschminken zu lassen.

Bevor die Aufzeichnung begann und wir uns zum eingedeckten Studiotisch setzen konnten wurden wir noch mit Mikrofonen verkabelt. Schließlich wurden uns die Plätze zugewiesen und die Beleuchter brachten ihre Scheinwerfer in Stellung. Für die Tontechniker mussten wir in normaler Sprechlautstärke noch eine Tonprobe abgeben. Die Beleuchter haben danach noch ewig lange herumhantiert und geschaut ob wirklich alles gut ausgeleuchtet war und es keine Schatten mehr gab. Dazwischen kam noch einmal die Maskenbildnerin und schminkte die Gäste und den Moderator noch nach. Dies wurde auch bei den diversen Unterbrechungen immer wieder wiederholt.

Florian Holzer konnte die An- sowie die Abmoderation von einem Teleprompter ablesen. Die Scheinwerfer waren unheimlich heißund blendeten mich ständig. Ich war zudem sehr nervös und anfänglich auch ein wenig unsicher.

Es wurde in einem durch gedreht. Unterbrechungen gab es höchstens, wenn die Polizei, Rettung oder Feuerwehr mit Sirenegeheule vorbeifuhren.

Florian Holzer stellte nacheinander die Kandidaten vor und auch das Lokal, welches der Gast als sein „Lieblingsrestaurant“angegeben hatte. Begonnen wurde mit dem Gast Mario, der das Kussmaul 2.0 von Spitzenkoch Mario Bernatovic näher vorstellte. Als der IT-Spezialist Mario, aus dem Waldviertel, danach gefragt wurde wie er ausgerechnet auf das Kussmaul 2.0 gekommen ist: antworte dieser inhaltlich, dass er den Koch vom Kussmaul 2.0 persönlich kennen würde. Er habe die Kochkunst von Mario Bernatovic bereits vom Motto am Fluss und Kussmaul am Spittelberg schätzen und liebend gelernt. Florian Holzer fasste dann zusammen, dass er den Koch auf seinen Karriereweg begleiten würde, was vom Gast Mario bejaht wurde.

Danach ging es um kulinarische Details und Florian Holzer lies den Gast Mario genügend Raum und Zeit um von dessen Lieblingsrestaurant zu schwärmen. Danach wurden die Volksschullehrerin Julia aus dem 22. Bezirk und der gelernte Bäcker aus dem 21. Bezirk (ich) nach unseren Eindrücken zum Kussmaul befragt und was wir dort gegessen haben.

Kulinarisch hatte ich am Kussmaul wirklich nichts auszusetzen, allerdings das Preis-Leistungsverhältnis war für mich nicht wirklich stimmig. Die Portionen waren für Vorspeisen zu klein und zu teuer und für angebliche Tapas zu groß. Das Lokal ist außerdem zu dunkel und die Technomusik viel zu laut. Ich konnte mit dem Konzept so überhaupt nichts anfangen: da es weder Restaurant, noch Tapas-Bar oder Vinothek war. Es war ein undurchschaubarer Mischmasch von allem.

Außerdem habe ich noch die Speisekarte angesprochen und das z.B. beim Rip Eye Steak um immerhin 60€die Gramm nicht angegeben wurden, es steht stattdessen drauf „für zwei Personen“geeignet. Diese Angaben finde ich sehr unbefriedigend und nicht wirklich aussagekräftig.

Ich habe mir übrigens das vakuumierte Steak im Kussmaul 2.0 zeigen lassen, dies dürften zirka 400-450 Gramm Steak gewesen sein. Meiner Ansicht nach reicht diese Menge nur vereinzelte für mehrere Personen, der Standard-Gast wird dies wohl oder übel alleine konsumieren können ohne damit jetzt ein Problem zu haben. Vor allem eingefleischte Steak-Esser.

Es gab somit erstmals in der Sendung Kritik und sogar ein kleines Streitgespräch. Florian Holzer hat uns danach wissen lassen, dass dies die spannendste und unterhaltsamste Sendung gewesen wäre.

Meine Sitznachbarin war etwas zurückhaltend und auch nicht wirklich gesprächig, in einigen Punkten konnte sie mir jedoch beipflichten, was dem Gast Mario sichtlich etwas verärgert hatte.

Vor der Sendung hatte mir Mario, aus dem Waldviertel, noch anvertraut, dass der Schweinsbraten von Patrick Pavlon ganz hervorragend gewesen sei, und auch das Steak lobte er in den höchsten Tönen. Lediglich am Teig von den Mohnnudeln hatte er etwas auszusetzen, allerdings sei dies wirklich meckern auf ganz hohen Niveau, wie er mir versicherte.

Nach meiner in der Sendung angebrachten Kritik gegenüber dem Kussmaul 2.0 war er anschließend jedoch dem Schrammelbeisl gegenüber bzw. auch mir sehr viel kritischer.

Bei Julia (meiner Sitznachbarin) hatte ich fast das Gefühl als würde ihr Essen nicht so wirklich etwas bedeuten bzw. wichtig sein. Ohne wirkliche Begeisterung schildete sie, was sie gegessen hatte oder nicht gegessen hatte bzw. nicht konnte oder wollte. Selbst die Begeisterung für Portugal und für die portugiesische Küche konnte man nicht wirklich spüren.

Das kulinarische Duell fand fast ausschließlich zwischen mir und Mario statt.laugh

Beim Senhor Vinho kam ich erstmals so richtig ins Schwärmen und erzählte von den gigantisch guten Gambas welche in Cognac, Piri-Piri, Knoblauch und Koriander heißangebraten und anschließend mit der Pfanne serviert wurde. Außerdem habe ich vom unglaublich guten Service geschwärmt und vom schönen Ambiente.

Schließlich kam auch mein Lieblingsrestaurant an die Reihe. Ich schilderte meine kulinarischen Eindrücke und war in meiner Begeisterung kaum zu bremsen. Ich lies mich sogar zu der Bemerkung hinreißen, das Patrick Pavlon ein „Gott“sei und sein Steak „besser als Sex ist“.

Nach der zweistündigen Aufzeichnung wurde uns noch gesagt, dass die Ausstrahlung im Oktober sei. Wir werden noch rechtzeitig verständigt werden. Außerdem wurde uns mitgeteilt, dass sie jetzt genügend „Material hätten“, die Sendung aber dennoch auf eine halbe Stunde konzipiert ist und wir nicht böse sein sollen, aber es werde natürlich sehr vieles rausgeschnitten werden müssen. Es geht halt nicht anders.

Es war für mich ein einzigartiges und sehr aufregendes Erlebnis, welches ich jederzeit wiederholen würde.

Abschließend möchte ich noch einer Bitte von Florian Holzer nachkommen. Dieser hat uns darum gebeten Freunden und Bekannten, die ebenfalls für gute Gastronomie brennen, dieses Format zu empfehlen und sie auch zu ermuntern sich zu bewerben. Dieser Bitte komme ich selbstverständlich hiermit sehr gerne nach.

Bewerbungen unter: www.w24.at/Hats-Gschmeckt.Anmeldung


Insider packt aus – so läuft es in der Gastronomie wirklich ab! (News)

Thema: Interview

Unser Insider kann auf über 40 Jahre Berufserfahrung, in der Gastronomie zurückblicken. Hier nur einige Eckpfeiler: Gastgewerbliche Berufsschule, Lehre als Kellner, Barchef, Inhaber und Geschäftsführer.

Da unser Insider anonym bleiben möchte, was wir selbstverständlich respektieren, werden keine genaueren Daten veröffentlicht.

 

Interview mit einem Gastro-Insider:

Frage: Nachwuchsmangel, ständig neue gesetzliche Bestimmungen, familienfeindliche Arbeitszeiten, geringes Einkommen etc…woran leidet die Gastronomie vor allem, und warum?

Antwort: Familienfeindliche Arbeitszeiten sind sicher ein Grund, aber ich denke auch, dass der soziale Status eine Rolle spielt. In jungen Jahren wird das jetzt noch nicht das große Thema sein, aber ab 35 wird das dann sicher zum Problem.

Vorher lockt das vermeintlich schnelle Geld, man arbeitet immer an den tollsten Plätzen, feiert wie ein Gast, merkt aber nicht, dass der Gast das ja nur zu bestimmten Zeiten (Urlaub, etc.) macht.

Das geringe Einkommen, meist nach KV mag einige abschrecken, aber gute Leute werden meist auch gut bezahlt.

Gesetzliche Bestimmungen halte ich für eine faule Ausrede, allerdings sollte in der Gastronomie eine größere Flexibilität herrschen, was Arbeitszeiten betrifft. Wenn es vorher vertraglich festgelegt ist, kann das doch kein Problem sein, auch mal Wochen am Stück durchzuarbeiten, ich denke dabei an Saisonarbeit, etc (Winter-&Sommersportorte, Golfclubs, uvm). Für junge Leute ist das meist kein Problem, sie verdienen dabei gutes Geld. Aber bitte nicht außer Acht lassen, dass die Erholung &Ruhephasen nicht zu kurz kommen.

Frage: Österreichischer Tourismus –sie waren jahrelang in vom Tourismus sehr frequentierten Gebieten tätig. Was können Sie uns über die vielleicht zurecht verrufene Tourismusbranche verraten?

Antwort: Ich möchte erwähnen, dass viele dieser Betriebe in sogenannten 1-Saison-Orten für mich kaum eine Existenzberechtigung haben.

Das gilt für Sommer-&Winterbetriebe, wenn ich da die Öffnungstage zusammenzähle, das geht einfach nicht.

Noch dazu haben sich viele finanziell übernommen, sind eigentlich nur noch von der Bank eingesetzte Geschäftsführer, die sich allerdings auch für jede 5.000€-Überweisung das OK des Filialleiters holen.

Auf der anderen Seite, wenn die Banken die Kredite fällig stellen würden, wäre das für das Ortsbild in vielen Tourismusorten schlecht bestellt.

Ich kenne einige Fälle, da geht der 'Hotelboss'im Winter (oder Sommer) zum AMS, er ist die andere Zeit mit 1.600€angemeldet.

Wie armselig, aber leider keine Seltenheit.

Frage: Als Angestellter oder Vorgesetzter, was waren im Laufe ihrer Karriere die lustigsten, ärgerlichsten oder auch unangenehmsten Erinnerungen mit Gästen?

Antwort: Das würde jetzt ein ganzes Buch füllen, vielleicht sollten Sie einfach mal einen Bericht nur zu diesem Thema machen, ich weißjetzt beim besten Willen nicht, wo ich beginnen sollte. Nach fast 40 Jahren in der 'Industrie'schießen mir hunderte Sachen durch den Kopf. Da ich aber einen großen Teil meiner Erfahrungen in der Nacht, im Bargeschäft gemacht, können Sie sich auch vorstellen, dass viel mit Frauen, Alkohol, Trennung, Liebe, Schmerz und vielen (in diesem Zusammenhang) erfüllten Träumen zu tun hat.

Frage: Seit den 70er Jahren hat sich sehr viel im kulinarischen Verständnis verändert, und die Gäste sind deutlich anspruchsvoller geworden. Können Sie uns auf eine kleine gastronomische Zeitreise mitnehmen? Was hat sich zum positiven bzw. zum negativen verändert seit dieser Zeit?

Antwort: Es hat sich sehr viel zum Guten gewandelt, man denke an die Küche der 70er &80er Jahre. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, es ist richtig international geworden, Köche haben ihre Auslandserfahrungen mit eingebracht, Italienisch essen ist nicht Pizza &Spaghetti geblieben, asiatische Einflüsse waren früher eine Ausnahme. Nicht zu vergessen, dass sich das Warenangebot enorm verändert hat, heute kriegen sie wirklich ALLES, früher war das nur einigen Wenigen vorbehalten, außerdem wir ich finde, ist auch alles bezahlbar. Die Welt ist kleiner geworden, jeder kann in jedes noch so weit entfernte Domizil reisen, sich selber ein Bild der regionalen Küche machen.

Ich persönlich bin ja ein Freund der österreichischen Küche, speziell freut es mich, wenn Gerichte, die früher als 'Arme-Leute-Essen'verschrien waren, wieder Einzug finden und gepflegt werden (Erdäpfelgulasch, Leberschädl,etc).

Frage: TV-Sendungen wie z.B. die Kochprofis, in denen sehr oft ungelernte –unqualifizierte Kräfte (Selbstständige, Servicepersonal und Köche) vorgeführt werden, sind diese für den Ruf kontraproduktiv oder werben sie sogar –indirekt - für gute Gastronomie?

Antwort: Kochsendungen tragen sicher zu einer besseren Kochkultur bei, aber es sollte nicht nur in Show ausarten, damit meine ich in erster Linie ABC-Promi-Kochen.

Die Dauerpräsenz mancher TV-Köche ist für mich inzwischen unerträglich, Namen nenne ich jetzt aber keine, jeder hat seinen Liebling, das ist auch gut so.

Frage: Was sollte man beachten bevor man sich in das Abenteuer Gastronomie stürzt?

Antwort: Man sollte sich einen alten 'Hasen'suchen, der einen knallhart auf alle Vor-&Nachteile hinweist, um nicht ALLE Fehler selber begehen zu müssen (es bleibt ohnehin genug übrig). Das ist dann aber kein Gespräch zwischen Tür und Angel, sondern über Stunden, evtl. sogar Tage.

Frage: Was halten Sie so im Allgemeinen von Restaurant-Bewertungen durch Gäste oder Journalisten?

Antwort: Gästebewertungen finde ich grundsätzlich gut, man kann sich einen Überblick verschaffen.

Durch Journalisten sehe ich es etwas kritischer, lesen sie doch die üblichen Verdächtigen in den gewissen Blättern nach. Ich persönlich habe aber nur gute Erfahrungen gemacht. Das Beste ist für mich der zufriedene Gast, Mundpropaganda ist unbezahlbar.

Frage: Zum Abschluss noch eine kulinarische Frage: Was ist Ihr Lieblingsgericht und welchen Cocktail bevorzugen Sie?

Antwort: Jetzt werde ich Sie enttäuschen.

Ich liebe ein klassisches Rindsgulasch, ein frisches knackiges Semmerl dazu, unbezahlbar. Leider können das nur ganz wenige Köche richtig gut machen.

Eigentlich bin ich kein Cocktailtrinker, aber für Sie würde ich jetzt 2-3 Black Russian trinken.

P.S.

Ich mache das immer von der Tageszeit abhängig.

 

 

 

  


Exklusiv Interview mit dem Schrammelbeisl Geschäftsführer Patrick Pavlon!

Thema: Interview

Wir setzen heute die Interview-Reihe mit dem Schrammelbeisl-Geschäftsführer und Chefkoch Patrick Pavlon fort.

Frage: Bevor Patrick Pavlon Küchenchef und auch Geschäftsführer vom Schrammelbeisl geworden ist, war er als Koch bei Neni am Naschmarkt tätig sowie bei der international renommierten Accor Hotel Kette. Was können Sie uns über Ihre berufliche Ausbildung und den genauen Werdegang verraten?

Antwort: Ja, in Bezug auf meine Arbeitsgeber wars das auch schon wieder, da ich meinen Betrieben immer sehr treu gewesen bin. Im groben zusammengefasst durfte ich meine Lehre im Hotel „Mercure Wien Westbahnhof“starten. Wir kochten internationale Küche. Somit war das der ideale Platz für mich, um die Welt der Gastronomie langsam kennenzulernen.

Da das Hauptaugenmerk meistens auf Reisegruppen und Seminaren lag, wollte ich nach meiner Lehrzeit unbedingt den Stress des Ala Carte Geschäftes kennenlernen und dafür war „Neni am Nashmarkt“perfekt. Ich konnte die orientalische Küche erlernen und erhielt gleichzeitig unvergessliche Lehrstunden in Sachen „Stress in der Küche“. Man kann sich kaum vorstellen was an einem schönen Samstag im Sommer essen über unseren Pass ging.

Nach zwei Jahren hat mein Bauch und mein Herz dann doch wieder nach österreichischer Küche geschrien und durch einen erfreulichen Zufall hat es mich ins Schrammelbeisl verschlagen, wo ich bis heute an mir selbst arbeite und mittlerweile auch das Ruder übernehmen durfte.

 

Frage: Das Schrammelbeisl verfügt über eine gigantisch gute Küche. Was zum einem garantiert an dem fabelhaften Koch Patrick Pavlon liegt, aber auch an der hervorragenden Qualität der Produkte.

Soweit mir bekannt ist, kommen sämtliche Fleischprodukte von dem sehr angesehenen Waldviertler Fleischhauer Geitzenauer, aus Litschau und der Waldviertler Biokarpfen kommt von der Teichwirtschaft von Graf Kinsky. 

Mich würde zusätzlich noch interessieren, welcher Bauer das gigantische gute Kürbiskernöl herstellt und z.B. welcher Bäcker euch Brot und Gebäck liefert. Also allgemein gesprochen, was können Sie uns zur ihren Produktlieferanten verraten?

 

Antwort: Unser Bio-Karpfen kommt zurzeit vom „Gut Dornau“, der wirklich eine spitzen Qualität liefert, die unsere Gäste auch zu schätzen wissen. Das Kürbiskernöl ist immer von einem regionalen Bauern. Meine Mitarbeiter und ich sind angehalten bei Ausflügen oder Wandertouren gutes Kürbiskernöl aufzufinden und mitzunehmen. Dies gilt allgemein für unsere Produkte, denn wir sind immer auf der Suche nach der besten Qualität.

Unser Gebäck beziehen wir täglich frisch von der Bäckerei „Wagner“im 15ten Bezirk. Ein hervorragender Familienbetrieb eines Freundes.

 

Frage: Der grenzgeniale Schweinsbraten mit Grammeln, übrigens ein Alleinstellungsmerkmal vom Schrammelbeisl. Was hat Sie zu dieser kulinarischen Idee inspiriert und wie bereiten Sie den Schrammel-Schweinsbraten eigentlich zu?

 

Antwort: Da ich ein Liebhaber der österreichischen Küche bin und wir diese ja auch mit Schwerpunkt „Waldviertel“im Schrammelbeisl anbieten, war es von vornherein klar, dass auch der Schweinsbraten nicht auf der Karte fehlen darf.

Anscheinend dürfte ich ihn dann relativ gut hinbekommen haben sodass er sich als unser Aushängeschild etablieren konnte.

In YouTube sollte es noch ein Video von „Heute leben“(ORF2) geben, indem ich die Zubereitung meines Schweinsbratens vorzeige.

Um auch dem Schopfbraten einen Kruspenersatz zu bieten streuen wir noch frische Grammeln über unseren Schweinsbraten.

 

Frage: Ich liebe Martinigansl über alles und freue mich bereits jetzt darauf dieses traditionelle Gericht auch einmal im Schrammelbeisl zu verkosten.

Von welchen Bauern kommt eigentlich eure Gans?

Wie lange gibt man der Gans Zeit zum Wachsen, und wie ist dann das ungefähre Schlachtgewicht?

Außerdem würde ich noch gerne wissen wollen, ob die Gans in Freilandhaltung gehalten wurde und ob sie auch Bio-verifiziert ist?

 

Antwort: Einen fixen Gansellieferanten haben wir nicht. Unsere Gänse stammen aus Freilandhaltung, sind jedoch nicht immer Bio Verifiziert, das es nur ganz wenige glaubhafte Bio Siegel gibt, hat das heutzutage leider wenig zu bedeuten.

Bestes Beispiel ist das AMA-Gütesiegel, das jeder für sein Produkt in Österreich erwerben kann und auch bekommt.

Deshalb ist es uns wichtig, die Qualität der Gans auch selbst zu testen, um sich ein Bild machen zu können.

Wie lange die Gans Zeit zum Wachsen bekommt kann ich leider nicht genau beantworten, denn hierbei kommt es ebenfalls auf die Gänsemast an, wodurch ein Zeitraum von 9-32 Wochen entstehen kann. Aber das Schlachtgewicht liegt generell zwischen 3,6 und 4,6 Kg.

 

Frage: Wenn Sie privat ein Restaurant besuchen, auf was achten Sie besonders?

 

Antwort: Ich glaube im Großen und Ganzen auf dieselben Dinge wie jeder andere auch. Sauberkeit, Ambiente, Freundlichkeit des Personals und als Koch natürlich auf die zusammenstellung der Speisekarte .Ich versuche meistens mir Eindrücke zu verschaffen und neue Dinge kennenzulernen, um unser Lokal und unsere Küche ständig verbessern zu können.

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Exklusiv Interview mit Motiwirt!n Lisa Marie Köhler und Christian Nassek! (News)

Thema: InterviewNach Elisabeth & Alireza Starkl (Hirsch & Kamel), Dan Vainberg (Spear), Peter Kail (Lepantos), Bettina Spanseiler (B-Mäx), Barbara Chira (Mittagstisch) und Robert Kollmann (Cafe Drechsler) wird heute unsere große Portrait-Interview-Reihe mit den Betreibern der MotiWirt!n fortgesetzt.

Die Motiwirt!n, bestehend aus Lisa (Servicebereich) und Christian (Koch), sind ein junges äußerst sympathisches Gastronomen-Paar. Zusammen betreiben sie ein sehr ansprechendes modernes Wiener-Beisl.



 
 Christian Nassek und Lisa Marie Köhler

Adresse: MotiWirt!n, Berggasse 7, 1090 Wien Öffnungszeiten: Mo-Fr 11.00 - 23.00 Uhr
Bewertungen: http://schmeckts.at/motiwirt!n.at

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6.schmeckts.at-Treffen in Zum Alten Heller

Thema: schmeckts.atSeit März 2012 (schmeckts.at-Geburtsstunde) haben wir mit unserer finanziell unabhängigen Bewertungsplattform um kulinarisch interessierte Genussmenschen gebuhlt. Siehe dazu auch einen dementsprechenden Presseartikel über schmeckts.at. 

 

Unsere anvisierte Zielgruppe sind aktive und loyale Mitglieder mit einem kulinarisch-kommunikativen Grundbedürfnis und der Fähigkeit sich in einer Lokalbewertung aussagekräftig mitteilen zu können. Im Idealfall besitzen unsere geschätzten Mitglieder noch eine soziale Kompetenz, da wir in unregelmäßigen Abständen kulinarische Abende, wie diesen, veranstalten.

Leider sind solche Personen, wie die sprichwörtliche „Nadel im Heuhaufen“ äußerst schwer zu finden. Umso erfreulicher sind einige wenige treue Mitglieder, welche unsere Plattform dankeswerterweise von Anfang an wohlwollend begleitet haben und regelmäßig an unseren kulinarischen Treffen teilnehmen.

Vom Restaurant Feuervogel (russisch), Goldener Drachen (chinesisch) Hirsch und Kamel (persisch/österreichisch), Sale e Pepe (italienisch), Bürgerhof (österreichisch/international) waren die konsumierten Küchen, bei unseren bisherigen kulinarischen Treffen.

Dieses Mal haben wir uns der weltbekannten Wiener Küche verschrieben. Im Gasthaus „Zum Alten Heller“ wird noch ursprüngliche Wiener Wirtshausküche, übrigens die Gastwirtschaft ist bereits seit über 5 Jahrzehnten in Familienbesitz, angeboten.

Die große Künstlerin des Wienerlieds Maly Nagl besang einst sogar den Charme und die unverwechselbare Atmosphäre in der Gastwirtschaft „Zum Alten Heller“, hier zum anhören. Und tatsächlich, selbst heute kann man noch, wenn man möchte, ein Stück vom guten alten Wien hier wiederfinden.

Die teilnehmenden Mitglieder hatten die Gastwirtschaft von früher noch gekannt, waren allerdings schon Ewigkeiten nicht mehr dort gewesen. Es gab somit einige nostalgische Erinnerungen zum Auffrischen, auch mit dem Wirt. Wie wir im Gesprächsverlauf festgestellt haben ist es gelegentlich sehr begrüßenswert, wenn einige Dinge noch Bestand haben und sich eben nicht oder kaum verändern, man nennt so etwas gelebte Tradition.  

Kulinarisch haben sich unsere Mitglieder an diesen Abend mit folgenden Gerichten verwöhnen lassen: Tiroler Rohschinken-Platte, Leberknödelsuppe, Dialog vom Ochsen, Zanderfilet Natur, Rindsgulasch, Kalbs-Cordon Bleu, Dillerdäpfeln, Kräuterschweinsbraten, Landstrasser Bürgerleber vom Kalb, Rotweinbirne mit Maroni-Reis und Mohnnudeln.



Ob die betreffenden Mitglieder die Gastwirtschaft „Zum Alten Heller“ wieder für sich entdeckt haben vermag ich nicht zu sagen (hatte nicht danach gefragt) aber geschmeckt hat es auf Nachfrage wirklich jedem.  

Die Stunden vergingen wie im Flug, was an der angenehmen und vertrauten Gesellschaft lag. Möchte mich bei allen teilnehmenden Mitgliedern und den jeweiligen Begleitungen recht herzlich bedanken. Wir freuen uns schon auf das nächste Treffen.


Mit Google + bei schmeckts.at anmelden! (News)

Thema: schmeckts.atNachdem wir mit Facebook-Connect bereits eine alternative Anmeldungsmöglichkeit geschaffen haben zusätzlich zu unserer ursprünglichen Registrierungsseite. Folgt heute die Möglichkeit für die Google + Community.


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