1 a - Lokalbewertungen für ganz Österreich

Exklusiv-Interview mit dem Hirsch & Kamel

Interview

 

 

Wir beginnen heute unsere neue Portrait-Interview-Reihe und möchten euch darin Gastronomen näher vorstellen. Den Anfang machen die Besitzer vom Hirsch &Kamel, Elisabeth &Alireza Starkl.


Zuvor möchte ich aber noch schreiben wie es zu diesen Interview kam und warum wir uns für das erste Portrait das Restaurant „Hirsch &Kamel“ ausgesucht haben.

schmeckts.at wollte schon immer mehr sein als bloß ein weiteres Portal für Restaurant-Bewertungen. Es war von Anfang an vorgesehen einzelne Gastronomen zu portraitieren.

Als wir erstmals im Hirsch &Kamel einkehrten, waren wir sofort angetan vom konsequent umgesetzten Thema (Hirsch &Kamel – Österreich-persische Fusionsküche). Außerdem überzeugte der Service, die Qualität der Speisen und das angenehme Ambiente.

 

 

Entscheidend für uns war aber etwas vollkommen anderes. Es war das Gesamtpaket und hier vor allem der richtige Umgang nicht nur mit den unterschiedlichen Nahrungsmitteln der schon angesprochenen Kulturen, sondern auch die Pflege der sozialen Medien, welcher uns restlos überzeugte.

Sehr viele Gastronomen verabsäumen es leider ihre Homepage zu pflegen. Viele verstehen auch nicht, dass man mit sozialen Medien, hier ist im Speziellen Facebook gemeint, ganz einfach interagieren MUSS. Nur Zeitungsausschnitte und die wöchentliche Karte reinzuschreiben, aber ansonsten auf diverse Posts nicht zu reagieren, ist und sollte nicht Sinn und Zweck der Sache sein.

Hier haben sehr viele Gastronomen noch Nachholbedarf nicht jedoch Hirsch &Kamel. Gäbe es Noten für soziale Kompetenz und den richtigen Umgang mit neuen Medien so hätte Hirsch &Kamel auch hier einen Einser (österreichisches Schulnotensystem) verdient.

Es hat uns somit nicht wirklich verwundert und natürlich auch sehr gefreut das Hirsch &Kamel unserem Interviewwunsch so offen und bereitwillig gegenüberstanden. An dieser Stelle noch einmal ein „Herzliches Dankeschön!“.


 

 

/Lokale-op-v-t-hirschkamel-id-109.html



Frage: Auf der Homepage von Hirsch &Kamel steht geschrieben, dass Alireza Starkl auf 20 Jahren Gastronomieerfahrung zurückblicken kann, bevor er sich den Lebenstraum erfüllen konnte, sein eigenes Lokal zu eröffnen.
In welchen gastronomischen Betrieben haben Sie zuvor gearbeitet und welche positiven oder negativen Erfahrungen haben Sie dort gemacht?

Antwort: Begonnen habe ich noch während meines Medizinstudiums in einem kleinen Café auf der Währingerstraße, dem Café Glaser. Danach habe ich in der Cocktailbar „Halbestadt“ gearbeitet. In dieser Zeit habe ich auch meine Gastgewerbekonzession erworben. Ab 2001 habe ich für Oswald Schellmann gearbeitet: Zuerst im Steins Diner, danach auf der Summerstage und dann wieder im Steins Diner. Meine letzte Anstellung – vor meiner Selbstständigkeit - hatte ich im Hotel „Le Meridién“ als Barchef der Bar Schambala.
Grundsätzlich erlebt man in 20 Jahren Berufserfahrung so einiges Positive und Negative. Das Negative vergisst man ja bekanntlich meistens. Ich habe von meinen Vorgesetzten viel gelernt und versuche das, was mir nicht so gut gefallen hat nicht zu tun. Positiv war in den letzten 20 Jahren v.a. die Wertschätzung der Gäste mir gegenüber, wenn Sie zufrieden „mein“ Lokal verlassen haben. Das ist auch mit ein Grund, warum ich immer noch im Gastgewerbe tätig bin und nun meinen Lebenstraum eines eigenen Betriebes erfüllt habe.


Frage: Alireza Starkl ist geboren in Persien und aufgewachsen in Österreich.
Zwei Kulturen die unterschiedlicher nicht sein könnten. Und dennoch beweisen Hirsch &Kamel jeden Tag aufs Neue wie harmonisch, zumindest im kulinarischen Bereich, zwei sehr unterschiedliche Kulturen nebeneinander und vor allem miteinander äußerst schmackhaft harmonieren können.
Auch wenn bereits der Werdegang dafür spricht, wie kommt man dennoch auf diese Idee zwei so unterschiedlichen Küchen zu fusionieren und daraus etwas völlig Neues entstehen zu lassen?

Antwort: Aus meinem alltäglichen Leben. Ich „fusioniere“ die beiden Küchen schon seit dem ich in Österreich bin. Oft bekam ich schiefe Blicke diverser Kellner, wenn ich z.B. ein Kalbsbeuschel mit Reis bestellt habe. Aber glauben Sie mir – es schmeckt ausgezeichnet.



Frage: Als Fan von Michael Niavarani, der ebenfalls Austro-Perser ist, muss ich ganz einfach diese Frage stellen, war Nia schon einmal im Hirsch &Kamel?

Antwort: Ich bin auch ein großer Fan von Niavarani. Leider hat er den Weg noch nicht in mein Lokal gefunden. Es würde mich aber sehr freuen ihn, vielleicht auch gemeinsam mit Viktor Gernot, im Hirsch &Kamel zu bedienen. Ich finde, dass die Beiden irgendwie gut zu uns passen.
Nina Hartmann war aber schon einmal mein Gast und hat auch versprochen nochmals mit Nia zu kommen.


Frage: Die nächste Frage geht an die Gattin Elisabeth. In wie weit haben Sie Einfluss auf die Gestaltung der Inneinrichtung, die Speisenkarte oder der einzelnen österreich-persischen Kreationen/Gerichte?

Antwort: Die Inneneinrichtung haben wir gemeinsam beschlossen und vieles hat sich einfach ergeben. Die Tische hat z.B. mein Vater (obwohl er gar nicht Tischler ist) gebaut. Natürlich nehme ich Einfluss auf die Dekoration. Die Vorschläge kommen meist von mir – aber das letzte Wort hat AlirezaJ. Bei der Speisekarte und den Kreationen ist es ähnlich. Wir sitzen meist einige Stunden mit unserem Küchenchef Peter Hartmann zusammen und „kreieren“ die Gerichte. Aber so schwer ist das nicht – zuhause kochen wir auch immer eine Mischung aus persisch und österreichisch.

Frage: Das Lokal liegt in der Stuckgasse, einer sehr romantischen und ruhigen Seitenstrasse. Ist es nicht zugleich Segen und Fluch derartig gut versteckt zu sein? Denn, wie meine Frau bereits in ihrer Bewertung auf schmeckts.at geschrieben hat, wenn man nichts von Ihrer Existenz weiß (in der Gegend wohnt) oder über Insiderwissen verfügt, so kann man an Ihnen leider auch vorbeilaufen.

Antwort: Ja, das ist richtig. Wir wussten von Anfang an, dass dies die größte Herausforderung sein wird. Wir müssen relativ viel unternehmen, damit Gäste uns „entdecken“. Wir freuen uns daher auch über jede Unterstützung.

Frage: Meine Frau („Koala“) ist sehr kritisch bei ihren Restaurant-Bewertungen und dennoch hat es Hirsch &Kamel auf Anhieb in unsere Top 50 auf Platz 2 geschafft.
Lediglich das Steirereck ist vor Ihnen, wusstet Sie davon und was sagen Sie dazu?

Antwort: Ja, das habe ich gleich am ersten Tag gesehen, als Ihre Bewertung unseres Lokals online war und es hat mich wirklich sehr gefreut. Danke! Durch solche Kritiken weiß ich, dass ich am richtigen Weg bin.


Frage: Würden Sie unseren Lesern eventuell noch eines Ihrer Lieblingsrezepte verraten?

Antwort: Das verrate ich ihnen morgen – wird umgehend nachgereicht.


Frage: Was würden Sie noch gerne den Lesern auf schmeckts.at mitteilen wollen? (Persönliche Anmerkungen, Grüße, Mitteilungen und dergleichen)

Antwort: Schaut‘s vorbei :-) und probiert uns einmal aus.
NOUSCHE DJAN und GUTEN APPETIT

 

 


 



(c) Hirsch &Kamel/Jürgen Hammerschmid

 


 

 

 

Adresse

Hirsch &Kamel
Stuckgasse 6
1070 Wien
Österreich

Wien

Telefon:  01/236-01-08
Homepage:  http://www.hirschundkamel.at

Lokalbewertungen auf schmeckts.at: Hirsch &Kamel

 

Exklusiv-Interview mit dem Hirsch & Kamel

Keine anonymen Kommentare möglich, bitte zuerst anmelden

Für den Inhalt der Kommentare sind die Verfasser verantwortlich.


x
Optionen:   Artikel kommentieren Druckbare Version  Diesen Artikel an einen Freund senden