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Steirereck

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Adresse

Steirereck
Am Heumarkt 2A / im Stadtpark
1030 Wien




Telefon:  713 31 68

Homepage:  

Facebook   pages/Steirereck-im-Stadtpark/101050046605706





Hochgeladen von Evba
Karte:

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Öffnungszeiten

Mo.11.30 bis 14.30 und 18.30
Di.11.30 bis 14.30 und 18.30
Mi.11.30 bis 14.30
Do.11.30 bis 14.30 und 18.30
Fr.11.30 bis 14.30 und 18.30
Sa.geschlossen
So.geschlossen

Wertung (1 Bewertungen)

101
Speisen:10,00 Punkte
Ambiente:10,00 Punkte
Service:10,00 Punkte

Fazit:

10,00 Punkte


schmeckts.at Rang:

   3. Platz



Küche: Österreichisch, International
Lokaltyp: Restaurant

Preislage: sehr teuer 
Ambiente: Vornehm
Küchenchef: Heinz Reitbauer



Lokal eingetragen von Evba | Lokaldaten ändern | Permalink | QRCode | 12871 Leser

Lokalbewertungen


Bewertung von Evba über Steirereck
Speisen: 10,00 | Ambiente: 10,00 | Service: 10,00
Fazit: 10,00 
Preislage:
Lesetipp: Gesamt 88,00 Punkte
Der Beitrag wurde 10 mal bewertet.
8 mal Lesetipp, 2 mal Top, 0 mal Flop.

Lokalbesuch am
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Bewertung:

Ich war schon ein paar Mal im Steirereck und auch am Pogusch und obwohl das schon länger her ist, wurde ich von der Chefin mit Namen begrüßt und mit Titel (könnte man meinen, das haben sie von der Reservierung, nur hab ich da keinen Titel angegeben)...

Ich war schon ein paar Mal im Steirereck und auch am Pogusch und obwohl das schon länger her ist, wurde ich von der Chefin mit Namen begrüßt und mit Titel (könnte man meinen, das haben sie von der Reservierung, nur hab ich da keinen Titel angegeben) als ob ich alte Bekannte wäre und der Bemerkung: "Schön, dass Sie jetzt auch wieder einmal im Haupthaus sind" (Das gibt einem ein gutes Gefühl und ist höchst professionell – auch wenn wahrscheinlich eine Datenbank dahintersteckt).

 

Wir nahmen im Raucherbereich Platz, wobei man das nicht merken würde, wenn man es nicht wüsste – so gut ist die Lüftung. Er ist ganz in Rot-Orange gehalten, auch die Wände, die eine indirekte Beleuchtung haben, was am Abend eine stimmungsvolle Atmosphäre ergibt. An der Decke Lampen im venezianischen Stil, die Tische sind teilweise durch Paravents voneinander getrennt, schlicht weiß gedeckt, so dass das Essen die Hauptsache bleibt und man nicht durch verspielte Dekoration davon abgelenkt wird. Daneben stehen kleine Nierentische für die Getränke und für die Damen gibt es bei jedem Tisch ein Bänkchen, wo man die Handtasche abstellen kann. Man hat von hier aus auch einen schönen Ausblick auf den Garten.

 

Als Aperitif wurden uns u.a. diverseste Champagner angeboten (was ich nicht mag), also wählten wir Sekt und Sekt mit Pfirsichsaft.

Es gibt ein 6 oder 7 gängiges Menü, mit oder ohne Weinbegleitung und ca. 2 Seiten a la Carte Speisen, wobei ich mir deren Beschreibung jetzt spare, weil man sie ohnehin auf der sehr schönen Homepage nachlesen kann. Von früher weiß ich, dass die Weinkarte sehr groß und legendär ist, aber da wir das 6 gängige Menü mit Weinbegleitung wählten, habe ich diesmal keinen Blick darauf geworfen.

 

Auf dem Tisch standen hausgemachte längliche Maiscracker und vom riesigen Brotwagen mit 20 oder mehr verschiedenen, selbstgemachten Sorten wählten wir ein Pfefferoni-, Erdäpfel-Nuss-, Ciabatta-Oliven-, Parmesan-Ruccola-, Speck- und Roggen-rote Nuss-Brot. Die Butter dazu wurde offensichtlich durch eine Kastanienreispresse gedrückt, zu einem Knödelchen geformt und dann dekoriert.

 

Es gab 4 Amuse Gueule:

     ·      frische Radieschen auf Verjus

·        eine Bechermorchel mit Mairübe, auf ein Spießchen gesteckt

·        ein kleines Stückchen rosa Milchalbbrust im Birnenblatt mit Pfeffer

·        einen gebratenen Karpfenmilchner mit Baumspinat und Sellerie

alle schmeckten herrlich.

 

Als ersten Gang des Menüs hatten wir:

BERGFORELLE

·     Schwarzauer Bergforelle mit Melone, Gurke & weissen Haferwurzel–Blättern

•Mit Limettensalz gewürzte rohe Bergforelle

•Gedämpfte & rohe Honigmelone mit Zitronenmelisse

•Mit Verjus, Ginger Ale & Balsamessig gebeizte Gurke

•Kopfsalat-Trester mit Basilikumöl, Akazienhonig & Cayenne

•Fermentierte Mungobohnen-Keimlinge

•Marinierte weisse Haferwurzel-Blätter

           Der Wein dazu: 2010 Riesling Federspiel „Alte Reben“, Karl Stierschneider

              /  Weissenkirchen 

            Die Schwarzauer Bergforelle ist eine fast schon vergessene Sorte mit festem

            Muskelfleisch, dabei aber ganz zart, roh einfach himmlisch.

LÖWENZAHN

·     Löwenzahn mit Frischkäse, Poveraden & Asperl

•Mit Asperlsaft, Balsamessig, Löwenzahn-Honig und Senf marinierter, gebleichter Löwenzahnsalat & Eiskraut

•In Rapsöl und Chili eingelegter Löwenzahn

•Gepresster Büffelmilch-Frischkäse

•Mit Portwein, Balsamessig und Schalotten geschmorte Poveraden-Blätter

•Poveraden-Knusper

•Asperlpüree mit Salzpflaumen und Bitterorangen

•Kerbelöl

           2010 Wien. Kult Weißburgunder, Franz Michael Mayer / Wien

           Der gebleichte Löwenzahn schmeckte viel weniger bitter als normaler und

           hat angeblich viel mehr Vitamin A und C

 

Der zweite Gang:

GRÜNER SPARGEL

·     Grüner Spargel mit Schafkäse, Hopfensprossen & Bergamotte

•Gedämpfter grüner Spargel

•Schafkäse mit Bergamotte Mark und mariniertem Sauerampfer

•In Ahornsirup und Verjus eingelegte Pekannüsse

•Vinaigrette mit Hopfensprossen, karamelisierten Spargel-Knospen und Bergamotte

           Grauburgunder aus Baden/Dtl.

           Der Kellner erzählte uns, dass die Bergamotten für dieses Gericht aus den

           Orangerien in Schönbrunn kommen.

MAIRÜBEN

·     Confierte & fermentierte Mairüben mit geräucherter Gänseleber & Sanddorn

•In Nussbutter confierte Mai-Rübe

•Mit Moxakraut geräucherte Gänseleber

•Mit grünem Apfelsaft marinierte Cioggia- & Goldrüben Scheiben

•Fermentiere Mairüben Scheiben

•Apfel-Sanddorn-Mark

•Champignons

•Mit Estragon & Balsamessig mariniertes Pilzkraut

•Apfel-Estragon Marinade

•Sanddorn Saft

           2009 Chardonnay „Hochrain“. Malat / Palt

           Die Leber schmeckte himmlisch. Moxa kannte ich bis jetzt eigentlich nur

           aus der chinesischen Medizin, wo es zu Heilzwecken in kleinen Kegeln

           abgebrannt wir. Aber damit räuchern ist auch eine gute Verwendung. Es wird

           im Steirereck-Garten angebaut.

 

Der dritte Gang bestand aus

BÖHMISCHEN MORCHELN

·     Böhmische Morcheln mit Erbsen, Brennnesseln, Haselnuss & Preiselbeeren

•Gedämpfte Böhmische-Morcheln

•Erbsen-Brennnessel-Mark

•Gedämpfter Haselnuss-Schnee

•Blanchierte Erbsenschoten mit geliertem Purple Haze Karotten-Preiselbeer-Saft

•Morchel-Knusper

•Eingelegte Buddha's Hand Zitrone

•Marinierte Brennnesselblätter

           2008 Grüner Veltliner Smaragd „Loibenberg“, Knoll / U. Loiben

           Die böhmischen morchelnschmecken milder als die normalen Spitzmorcheln und

           wurden in den Donauauen gesammelt.

HUCHEN

·      Huchen mit Brokkoli, schwarzem Reis & Kamille

•Kurz gedämpfter Huchen

•Mit Balsamessig, Chilli, Karotten-Fond und Zucker marinierter Huchen

•Gedämpfter Brokkoli mit Kamillenblüten-Auszug und Nussbutter

•Sautierter Brokkoli und Kressewurzeln mit Kren & Kamille

•Schwarze Reis-Creme mit hellem Komenmiso

•Knuspriger schwarzer Reis

           2008 Riesling Smaragd „Loibenberg“, Alzinger / U. Loiben

 

Der vierte Gang:

SCHNEEBERGLAND ENTE

·     Topinambur mit gelbem Paprika, rotem Zwiebel & Enten Klein

•Mit Entenfett gebratene Topinambur

•In Paprika-Succo und Grapefruit-Saft gegarte gelbe Paprika

•In saurem Ingwer-Tee pochierte rote Zwiebeln

•Confierte Entenherzen

•Gepöckelte, geschmorte Entenmägen

•Mit Liebstöckel-Öl marinierter, gedämpfter Blattkohl

•Knusprige Entenhaut

           2009 St. Laurent Reserve, Malat / Palt

           Hier hatte ich die Speisekarte nicht gut genug gelesen und dachte, ich bekomme

           eine Ente – Entenherz und -Magen mag ich gar nicht. Deshalb ließ ich diese Teile

           stehen. Man war ganz besorgt, bot mir ein anderes Gericht an und als ich ablehnte,

           weil ich ohnehin satt war, erhielt ich dafür zum Schluss 3 Nachspeisen statt einer.

ALMOCHSE

·     Über Holzkohle gegrillter Rieddeckel vom Almochsen mit Bohnen, Trüffel–Erdäpfel & Schildampfer

•Über Holzkohle gegrillter Rieddeckel vom Almochsen

•Bohnengemüse mit Buttermilch, Sellerie, Pfefferoni und Knochenmark

•Blanchierter Mönchsbart

•Knusprige Trüffel-Erdäpfel-Schnitte

•Marinierter Schildampfer

           2008 Grand Crue Cabernet Sauvignon, Wandraschek / Krems

           Rieddeckel ist eigentlich nicht das beste Stück vom Rind, er ist eher fasrig

           und wird normaler Weise zum Kochen verwendet. Ihn durch Grillen so zart            

           hinzubekommen, ist wahre  Kunst.


Dann kam der Käse:

AFFINIERTE KÄSE AUS UNSERER MEIEREI

Die riesige Auswahl an verschiedenen Käsen im Steirereck ist ja weithin bekannt. Ich wählte hsl. Rotschmierenkäse (besonders hervorzuheben ein Mont D'or von der Ziege und der Aisy Cendré – ein Epois­ses, der ein Monat in Asche gelagert wird) mein Begleiter Camenbert und ähnliches von Schaf und Ziege. Die Käse wurden mit gerösteten Kürbiskernen und selbstgemachtem Feigensenf (der in Wiener Glashäüsern gesammelt wurden) serviert. Alle waren perfekt gereift und schmeckten traumhaft.

Ruländer 1988

 

An Nachspeisen hatten wir:

RAPS–PUDDING

·      Raps–Pudding mit Vanille, Mango & Stollwerk–Eis

•Mit Mangosaft, Passionsfrucht & Juzu marinierte Mango

•Tonkabohnen-Streusel

•Stollwerk-Eis mit Salz-Karamell

•Mit Zitrone und Mangosaft marinierte Wasser-Blätter

           1988 Beerenauslese Ruländer, Stefan Schneider / Illmitz

MILCH & HONIG

·      Milch & Honig mit Mandeln, Tee & Mandarinen

•Knuspriger Mandel-Amaretto-Trester

•Karamelisierte Milchhaut

•Mandel-Rosskastanien-Knusper

•Mandarinen-Creme

•Gedörrte Mandarinen

•Akazienhonig mit Darjeeling-Tee

•Mandelmilch-Earl Grey-Lindenblütenhonig-Sorbet

           Amaretto di Mombaruzzo, Berta / Piemont

TRINITARIO-SCHOKOLADE

·      Warme Trinitario-Schoolade mit Ananas-Pericon-Sorbet  & Kokos-Makronen

•Knuspriger Mürbteig

•Cremige Trinitario-Schoolade mit 70% Kakao-Anteil, Eigelb, Obers, Vanille, Rum

•Kokos-Makronen

•Kokos-Hippe

•Ananas-Pericon-Sorbet

•Ananas-Pericon-Salat

•Eingekochter Kokoslikör

•Frischer Pericon

           Pericon: Samtblume, Mexicanischer Estragon (hab ich auch googlen müssen).

 

Der Java Kaffee aus 100% Arabicabohnen "Steirereck Selection" wird mit verschiedenen Zuckersorten, kandierten Kürbissen und Orangenschale serviert. Vom riesigen Schnapswagen wählten wir dazu eine gebrannte Haselnuss vom Parzmair, einen Bananenbrand vom Schosser und einen gelben Muskatellerbrand – mal was anderes.

 

Zum Abschluss kam auf einem weiteren Wagen eine ziemliche Auswahl von hauchdünnen Scheiben getrockneter Zitrusfrüchte (ich hatte Bergamotte, Riesenzitrone und Blutorange), die dann zu dünnen runden Schokoblättchen gesteckt wurden.

 

Falls sich wer wundert, wie ich mir all diese Details merken konnte: ich habe geschummelt. Zu jedem Gang werden nämlich kleine Kärtchen mit den Zutaten, der Beschreibung und auch einigen Erklärungen auf den Tisch gestellt – ein netter und hilfreicher Zug.

 

Generell ist der Frühling eine gute Zeit für einen Besuch hier, weil es so viele frische Kräutlein, Gemüse, etc. gibt aus denen ein  Meister köstliche Dinge und Kombinationen zaubern kann – Fleisch oder Wild im Herbst kann jeder Haubenkoch kochen, hier zeigt sich das Können. Ich war schon in mehreren Haubenlokalen (z.B. Wagner-Bacher, Sonnleitner, Hanner, etc.) aber ich komme immer mehr drauf, dass ich das Steirereck am liebsten mag, auch vom Preis-Leistungsverhältnis her.

 

Das Personal ist ausgesprochen höflich, umsorgt einen vorzüglich, hat aber auch Witz und Charme und ist überhaupt nicht steif.

 

Ich bin sonst keine die eine Toilette fotografiert, aber diese hier und auch die Vorräume dazu sind wirklich ein Erlebnis (siehe Fotos).





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1742 Wörter | Permalink

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