1 a - Lokalbewertungen für ganz Österreich

Restaurantindex:
A B C D E F 
G H I J K L 
M N O P Q R 
S T U V W X 
Y Z 
Suche nach:




Lokale  Ratgeber Kategorien Top 50 Zertifikate  Lokal eintragen  Ihre Lokale  Ihre Bewertungen
Ihr Account  FAQ & Hilfe
 
 

Gutscheine   Ihre Coupons

Unsere schmeckts.at Mitglieder haben 279 Lokale bisher 383 mal bewertet.



Lugeck Figlmüller

Der Wirt dieses Lokals:
Noch kein Wirt identifiziert Klicken Sie hier wenn Sie Betreiber dieses Lokals sind...!

Bauen Sie diesen Banner mit Verlinkung auf Ihrer Seite ein mit folgendem Code:


Als Wirt können Sie hier News und Bekanntmachungen erstellen...


Adresse

Lugeck Figlmüller
Lugeck 4
1010 Wien


Delinski Gutschrift:

Speisekarte:  

Telefon:  01/512 50 60

Homepage:  

Facebook   lugeck

E-Mail:  





Hochgeladen von schmeckts
Karte:

Mehr Bilder... (12 von 180 möglichen Bildern)



Öffnungszeiten

Mo.11.30 bis 0.00
Di.11.30 bis 0.00
Mi.11.30 bis 0.00
Do.11.30 bis 0.00
Fr.11.30 bis 0.00
Sa.11.30 bis 0.00
So.11.30 bis 0.00

Wertung (1 Bewertungen)

101
Speisen:6,00 Punkte
Ambiente:3,00 Punkte
Service:6,00 Punkte

Fazit:

5,00 Punkte


schmeckts.at Rang:

   94. Platz



Küche: Österreichisch , Wiener Küche
Lokaltyp: Gasthof, Gasthaus , Restaurant

Preislage: teuer 
Ambiente: Ungemütlich, Hallenartig, Zweckmäßig,
Betreiber: Hans und Thomas Figlmüller  

Zusatzinformationen:



Lokal eingetragen von schmeckts | Lokaldaten ändern | Permalink | QRCode | http://schmeckts.at/lugeckfiglmueller.at | 6486 Leser

Lokalbewertungen


Bewertung von schmeckts über Lugeck Figlmüller
Speisen: 6,00 | Ambiente: 3,00 | Service: 6,00
Fazit: 5,00 
Preislage:
Lesetipp: Gesamt 10,00 Punkte
Der Beitrag wurde 1 mal bewertet.
1 mal Lesetipp, 0 mal Top, 0 mal Flop.

Lokalbesuch am
Beitrag ausdrucken:
Beitrag ausdrucken


Mitnehmen + Einbetten

Bewertung:

Unter dem Motto „Die Wiener Wirtshauskultur ist zurückgekehrt“haben die Söhne Hans und Thomas vor kurzem ein weiteres Figlmüller-Restaurant eröffnet...

Unter dem Motto „Die Wiener Wirtshauskultur ist zurückgekehrt“haben die Söhne Hans und Thomas vor kurzem ein weiteres Figlmüller-Restaurant eröffnet. Laut Selbstdefinition möchte man im geschichtsträchtigem Regensburger Hof am Lugeck  die „klassische Gemütlichkeit und Gastlichkeit des Wiener Wirtshauses“zum neuen Leben erwecken. Der Gast soll sich „rund herum wohl und in die gute alte Zeit zurückversetzt fühlen, als man seine Freizeit noch gemeinsam beim Wirten und nicht vor dem Fernseher verbracht hat“.

Die Brüder hatten im Vorfeld „alte Rezeptbücher ihrer Großmütter genau studiert und lange Recherchen über die traditionelle, österreichische Küche und die unzähligen Wirtshäuser, in denen diese früher serviert wurde, angestellt“und was ist dabei rausgekommen? Antwort: Freilich nicht die typische Wirtshausküche und auch nicht die klassische Gemütlichkeit und Gastlichkeit eines Wiener Wirtshauses, außer man definiert diese mit Systemgastronomie auf hohem Niveau, Bahnhofakustik, suboptimale Nutzung der Sitzplatzmöglichkeiten und Raststätten-Romantik.

Auch typische Wiener Wirtshausgerichte wie z.B. Riesling Kalbsbeuschel sind modern interpretiert und von der Gourmetküche beeinflusst worden. Anstatt eines Semmelknödels oder zumindest zwei oder drei kräftige Serviettenknödeln wurden zu einer anständigen Portion Riesling Kalbsbeuschel lediglich drei minimalistische Puppenküchenscheiben Briocheknödel serviert. Das Mengenverhältnis zwischen Hauptgericht und Beilage war nicht nur in diesem Fall unstimmig, aber dazu später mehr.  

Weltweit bekannt wurde Figlmüller mit dem runden 30cm Schweinefleisch-Schnitzeln. Es gibt nicht wenige Touristen, die dieses „Figlmüller-Schnitzel“als Wiener Schnitzel bezeichnen. Das Besondere am „Figlmüller Schnitzel“ist nicht nur die Form und der Geschmack. Es ist vielmehr die Tatsache, dass hier kein typisches Schnitzelfleisch aus der Ober- oder Unterschale genommen wird, sondern von der zarten Karreerose. Wer allerdings diesen Figlmüller-Klassiker am Lugeck konsumieren möchte wird enttäuscht, da auf der Speisekarte „nur“das echte Wiener Schnitzel vom Kalb steht.

Das Restaurant ist in zwei Etagen geteilt und über eine Holztreppe gelangt man in den ersten Stock. Im Eingangsbereich ist eine Rezeption eingerichtet in dem getätigte Reservierungen von einer freundlichen Rezeptionistin abgefragt werden. Anschließend wird man zum Platz geleitet.

Unser Tisch war ein etwas größer Beistelltisch mit zirka 60 x 60 cm und hat auch noch gewackelt. Die Sitzmöbel waren sehr unbequem, die Polsterung nur fürs Auge wahrnehmbar ohne vorgegaukelten Effekt und nur jeweils eine Armelehne vorhanden –sehr befremdlich. Der Abstand zum Tischnachbarn war ausreichend allerdings nicht optimal. Durch die Raumhöhe und durch den Umstand, dass es kaum Raumteilung gab, war die Geräuschkulisse enorm hoch. Ein typisches Restaurant, wo man als Tourist oder auch als Einheimischer einkehrt um seinen Hunger zu stillen, aber dies ist garantiert kein Ort wo man freiwillig, länger als nötig, seine Zeit verbringt.

Unser Essen:

  • Tafelspitzsulz mit Käferbohnen und Schwarzwurzel
  • Lugeck Hausbrot (Brotkorb mit Sauerteig-Hausbrot aus 100% Roggen)
  • Bärlauch-Aufstrich
  • Getrüffelte Erdäpfelsuppe
  • Himmel auf Erden mit Dormayer Blunzn, Erdäpfelpüree und Boskop-Apfel
  • Wiener Backhendl (ausgelöst) mariniert in Kräuter-Buttermilch mit Erdäpfel-Rahmgurkensalat
  • Riesling Kalbsbeuschel mit Verjus und Briocheknödel
  • Wiener Schnitzel vom Kalb mit Erdäpfel-Vogerlsalat

 

Anstatt Stoffservietten gibt es festere Papierservietten, die 4 Stück bereits angetrockneten, etwas breiteren Hausbrotscheiben €2,80 wurden im Brotkorb serviert. Der von uns dazu bestellte Bärlauch-Aufstrich €2,80 kam in einem kleinen Einmachglas und war nur bodenbedeckt. Wir mussten mit dieser kleinen Menge Aufstrich sehr haushalten. Ein Nepp! 

In der Sulz waren minimalistisch klein geschnittene Gemüse- und Fleischstückchen vorzufinden, allerdings waren sie derartig klein geschnitten, dass man so gut wie nichts schmecken konnte. Geschmacklich zu erfassen waren bei diesem Gericht nur die frisch darüber gestreute Kresse, die Schwarzwurzelstückchen, die Käferbohnen, die Cocktailsauce (warum diese auch immer den Teller verzierte) sowie diese unnötige Balsamico-Creme in der die winzigen Zwiebelstückchen ohne jeglichen Eigengeschmack vergraben wurden. Der einzig dominierende Geschmack auf diesem Teller war der Balsamico, dafür muss ich nicht unbedingt Essen gehen.

Erwartet hatte ich mir eine etwas festere rustikale Erdäpfelsuppe mit ordentlichen Inhalt und etwas Trüffel-Öl darüber. Bekommen habe ich ein Schaum-Süppchen ohne erkennbaren markanten Geschmack und Inhalt, welches nur nach Trüffel-Öl schmeckte. Farbmäßig glich sie mehr einer Rahmsuppe von Erdäpfeln wieder etwas zu sehen noch zu schmecken.

Leider wurde mir der „Himmel auf Erden“mit dem gleichnamigen Gericht nicht bereitet, denn ich bekam es nur lauwarm, mit geschmacklosem Milch-Schäumchen serviert. Weder das Püree noch die Jus konnten geschmacklich überzeugen. Nur die Blunzn vom Dormayer schmeckte wie immer ganz großartig. Übrigens in einer herkömmlichen Wirtshausküche wird niemals über ein Gericht ein Schäumchen darüber gegossen, wie in der Gourmetküche üblich.

Beim Riesling Kalbsbeuschel vermisste ich den typischen und markanten Beuschel-Geschmack. Auch Lorbeerblätter, Thymian oder Majoran waren scheinbar nicht (oder zumindest kaum) vorhanden und anstatt die notwendige Säure von einem Essig zu beziehen setzte man lieber auf den deutlich milderen Verjus. Positiv: Es war eine wirklich schöne große Portion und im Beuschel waren genug Innereien sowie Wurzelgemüse in der richtigen Größen vorhanden. Der Verjus wird übrigens durch das Auspressen von unreifen Trauben erzeugt und findet vor allem in der französischen Küche (Périgord), in Teilen der Türkei, des Iran und angrenzender Länder seine Verwendung als Würzmittel sowie sogar als Verdauungshilfe. Warum man ein Verjus in ein Riesling Kalbsbeuschel gibt, ist mir ein Rätsel. Geschmacklich dominant war bei diesem Beuschel vor allem der verkochte Riesling.  

Die dazu gereichten geschmacklosen Briocheknödel-Scheibchen Höhe 5 mm, Breite 3 cm, Länge 5 cm waren der Witz des Tages und vollkommen unzureichend für dieses rustikale Gerichte und die Portionsgröße. Das Wachtelspiegelei trug zur weiteren Belustigung bei.   

Die Kalbswiener war wunderbar goldbraun, gewellt, in Butterschmalz herausgebacken, eher dünn geschnitten aber sehr saftig und sehr gut im Geschmack. Dazu wird eine Zitronenhälfte gereicht und ein unerträglich zuckersüßen Erdäpfel-Vogelsalat serviert. Nach dem Konsum des Erdäpfelsalat ist der Süßbedarf für längere Zeit gedeckt und man erspart sich das Bestellen einer Nachspeise.

Das Wiener Backhendl wird ausgelöst serviert. Zuvor wird es noch in einem Kräuter-Buttermilchbad mariniert, dies führt zu einen exzellenten Geschmack und macht das Fleisch noch sehr viel saftiger. Auch hier ist übrigens unser Dessert-Erdäpelsalat dabei. Allerdings wird hier noch ein unheimlich guter Gurkensalat gereicht. Dieser besteht aus geschnittene Gurkenscheiben, frischem Dill, Knoblauch sowie Rahm. Wirklich schade, dass dieser Gurkensalat nicht extra serviert wird, sondern  leider über den Erdäpfelsalat gekippt wird.   

Abschließend noch ein Wort zum Service: Diesen würde ich als sehr schnell, freundlich und aufmerksam beschreiben. Sollte man sein Essen nicht ganz schaffen, so kann man es sich einpacken lassen. Die Speisen werden dann in einem Plastikbehälter für den optimalen Transport verschweißt.





Schnellbewertung: 

 

1028 Wörter | Permalink

Für diese Aktion (Beitragsbewertung) müssen Sie sich einloggen!
Sie haben jedoch im folgenden auch als Gast die Möglichkeit Ihre Meinung zu diesem Beitrag zu schreiben.
Die mit * markierten Felder sind Pflichtfelder und müssen ausgefüllt werden!

* Ihr Name:


* Ihre Emailadresse:


* Wertung:






Kommentar:


captcha

*



Neue Lokalbewertungen über Lugeck Figlmüller...

x

Ältere Lokalbewertungen:
Restaurantkritik von schmeckts vom 22.3.2015

















[ Lokale ] [ Eintrag hinzufügen ] [ Ihre Einträge ] [ Ihre Bewertungen ] [ RSS Feed ] [ Zurück ]